Arsène Lupin ist charmant, raffiniert und seinen Gegnern meist einen Schritt voraus. Doch was steckt hinter dem berühmten Gentleman-Gauner? Hier sind 13 interessante Fakten über die Romanfigur:
Fakt Nummer 1
Arsène Lupin wurde von dem französischen Schriftsteller Maurice Leblanc erschaffen. Seinen ersten Auftritt hatte er am 15. Juli 1905 in der Kurzgeschichte L’Arrestation d’Arsène Lupin, die in der Zeitschrift Je sais tout erschien.
Fakt Nummer 2
Leblanc führt seinen Meisterdieb auf ungewöhnliche Weise ein: Bereits in der ersten Geschichte wird Lupin verhaftet. Selbst im Gefängnis behält er jedoch die Kontrolle und bereitet seinen nächsten Schachzug vor.
Fakt Nummer 3
Die ersten neun Geschichten wurden 1907 im Band Arsène Lupin, gentleman-cambrioleur zusammengefasst. Damit begann Lupins Karriere als eine der bekanntesten Figuren der französischen Kriminalliteratur.
Fakt Nummer 4
Der Verleger Pierre Lafitte hatte Leblanc mit der Entwicklung einer Figur beauftragt, die an Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes und E. W. Hornungs Meisterdieb Raffles anknüpfen konnte. Lupin wurde jedoch schnell zu einer eigenständigen Figur.
Fakt Nummer 5
Lupin ist kein gewöhnlicher Einbrecher, sondern ein „Gentleman-Gauner“. Er besitzt Bildung, Geschmack und ausgezeichnete Umgangsformen – und betrachtet seine Verbrechen häufig als intellektuelle Duelle.
Fakt Nummer 6
Seine wichtigste Fähigkeit ist die Verwandlung. Lupin verändert Kleidung, Stimme, Haltung und Gesichtszüge und tritt unter zahlreichen falschen Identitäten auf. In seiner fiktiven Biografie soll er sogar Dermatologie studiert haben, um sein Aussehen gezielt verändern zu können.
Fakt Nummer 7
Lupin übernimmt nicht nur die Rolle des Diebes. In mehreren Geschichten arbeitet er wie ein Detektiv, löst rätselhafte Verbrechen und hilft Menschen, wenn Polizei und Justiz versagen.
Fakt Nummer 8
Sein hartnäckigster Gegenspieler ist der erfahrene Inspektor Ganimard. Dieser erkennt Lupins Methoden besser als die meisten anderen Ermittler, wird von ihm aber dennoch immer wieder getäuscht.
Fakt Nummer 9
Auch Sherlock Holmes tauchte zunächst in einer Lupin-Geschichte auf. Aus rechtlichen Gründen wurde daraus später Herlock Sholmès, der Lupin unter anderem in Arsène Lupin contre Herlock Sholmès herausfordert.
Fakt Nummer 10
In L’Aiguille creuse bekommt Lupin mit Isidore Beautrelet einen ungewöhnlichen Gegner. Der junge Schüler und Amateurdetektiv kommt seinen Geheimnissen gefährlich nahe und erweist sich als mindestens ebenso scharfsinnig wie viele erfahrene Ermittler.
Fakt Nummer 11
Zahlreiche Abenteuer spielen in der Normandie. Besonders Étretat mit seinen markanten Kreidefelsen wurde durch L’Aiguille creuse eng mit der Lupin-Welt verbunden. In Maurice Leblancs ehemaligem Wohnhaus befindet sich heute das Museum Le Clos Arsène Lupin.
Fakt Nummer 12
Der Erfolg der Figur bestimmte Maurice Leblancs weitere Karriere. Ähnlich wie Arthur Conan Doyle mit Sherlock Holmes konnte sich Leblanc kaum noch von seinem berühmten Helden lösen; sogar die zunächst eigenständige Figur Jim Barnett wurde später als eine Identität Lupins enthüllt.
Fakt Nummer 13
Moderne Adaptionen greifen häufig nur die Ideen der Bücher auf. In der Serie Lupin spielt Omar Sy deshalb nicht Arsène Lupin, sondern den Lupin-Verehrer Assane Diop. Die Manga- und Animefigur Lupin III wurde dagegen als Enkel des literarischen Meisterdiebs entwickelt.



