Der Titel klingt harmlos, die Serie ist es nicht: Happy Valley gilt als Meisterwerk des britischen Fernsehens und wurde international von Kritik und Publikum gefeiert. Doch auch abseits der Handlung gibt es einiges zu entdecken. Hier sind 13 interessante Fakten:
Fakt Nummer 1
Happy Valley ist eine britische Krimiserie, die von 2014 bis 2023 auf BBC One ausgestrahlt wurde. Sie umfasst drei Staffeln mit insgesamt 18 ungefähr einstündigen Episoden.
Fakt Nummer 2
Entwickelt und vollständig geschrieben wurde die Serie von Sally Wainwright. Die BBC trat nach dem Erfolg ihrer Polizeiserie Scott & Bailey an sie heran.
Fakt Nummer 3
Eine wichtige Inspiration war Jez Lewis’ Dokumentarfilm Shed Your Tears and Walk Away. Er beschäftigt sich mit Alkohol- und Drogenproblemen im äußerlich idyllischen Hebden Bridge.
Fakt Nummer 4
Auch der Titel verweist auf diesen Gegensatz. Laut Wainwright bezeichneten örtliche Polizisten das Calder Valley wegen seiner Drogenprobleme ironisch als „Happy Valley“.
Fakt Nummer 5
Sarah Lancashire spielt Catherine Cawood, eine Polizeisergeantin in West Yorkshire. Die Figur steht sowohl im Zentrum der Kriminalfälle als auch der fortlaufenden Familiengeschichte.
Fakt Nummer 6
Neben Lancashire gehören James Norton als Tommy Lee Royce und Siobhan Finneran als Catherines Schwester Clare Cartwright zur Stammbesetzung aller drei Staffeln. Rhys Connah spielt Catherines Enkel Ryan.
Fakt Nummer 7
Zwar behandelt jede Staffel neue Kriminalfälle, doch der Konflikt zwischen Catherine, Tommy und Ryan verbindet alle 18 Episoden. Die dritte Staffel wurde ausdrücklich als abschließendes Kapitel dieser Geschichte konzipiert.
Fakt Nummer 8
Zwischen der zweiten und dritten Staffel lagen fast sieben Jahre. Wainwright wartete unter anderem darauf, dass Rhys Connah alt genug war, um einen Jugendlichen mit eigener Entscheidungsfreiheit glaubwürdig zu spielen. Connah wurde für die abschließende Staffel nicht ersetzt.
Fakt Nummer 9
Sally Wainwright schrieb die Rolle der Catherine Cawood von Beginn an mit Sarah Lancashire im Kopf. Die beiden hatten zuvor bereits bei der deutlich leichteren Dramaserie Last Tango in Halifax zusammengearbeitet, in der Lancashire Wainwright nachhaltig beeindruckt hatte. Für Happy Valley entwickelte sie für die Schauspielerin eine wesentlich düsterere und emotional anspruchsvollere Figur.
Fakt Nummer 10
James Norton bewarb sich mit einem selbst aufgenommenen Castingvideo für die Rolle des Tommy Lee Royce. Später erklärte er, sein privilegierter Hintergrund und sein Studium in Cambridge hätten möglicherweise gegen seine Besetzung gesprochen.
Fakt Nummer 11
Als unerwartetes Vorbild nannte Wainwright die US-Serie Nurse Jackie. Sie wollte ebenfalls eine Geschichte über eine hochkompetente, widersprüchliche Frau erzählen, machte ihre Hauptfigur jedoch zur Polizistin statt zur Krankenschwester.
Fakt Nummer 12
In Deutschland wurde die Serie erstmals 2015 im WDR ausgestrahlt. Sie trägt hier den Titel Happy Valley – In einer kleinen Stadt; als Titellied wird „Trouble Town“ von Jake Bugg verwendet.
Fakt Nummer 13
Happy Valley feierte auch bei den wichtigsten britischen Fernsehpreisen große Erfolge: Die Produktion gewann zweimal den BAFTA als beste Dramaserie, Sarah Lancashire erhielt für ihre Darstellung Catherine Cawoods ebenfalls zwei BAFTAs. Der britische „Guardian“ wählte die Serie zudem auf Platz 11 der besten Fernsehproduktionen des 21. Jahrhunderts.



